zum Inhalt springen

Ausstellungen


Monica Bonvicini

28. Juni 2019 bis 27. Oktober 2019
Belvedere 21Belvedere
Monica Bonvicini untersucht in ihren Arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre politische, soziale und institutionelle Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft beziehungsweise auf die Bedingungen künstlerischer Produktion. Ihre Arbeiten sind direkt, schonungslos, politisch und nicht ohne trockenen Humor. Dabei rückt sie das Verhältnis von Architektur, Geschlechterrollen, Kontrollmechanismen und Machtdispositiven in den Mittelpunkt. Bonvicini arbeitet medienübergreifend mit Zeichnung, Skulptur, Installation, Video und Fotografie. Für das Belvedere 21 – ursprünglich der österreichische Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel – entwickelt sie eine ortsspezifische und raumgreifende Installation, die radikal auf die Architektur Karl Schwanzers reagiert. Sie reflektiert damit männlich geprägte Machtstrukturen, die sich im gebauten Raum genauso ausdrücken wie in der Kunstgeschichte, der Politik und der Sprache.


Die 1965 in Venedig geborene Künstlerin studierte in Berlin und am CalArts, Kalifornien. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen und Biennalen weltweit ausgestellt und mit wichtigen Preisen ausgezeichnet, etwa mit dem Preis der Nationalgalerie für junge Kunst, Berlin (2005), und dem Goldenen Löwen der Biennale di Venezia (1999). Ab 2003 war Bonvicini 15 Jahre als Professorin für Performative Kunst und Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien tätig und hat dort eine neue Generation heute relevanter Künstler_innen geprägt. 2017 übernahm sie die Professur für Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin. Monica Bonvicini lebt und arbeitet in Berlin.

Kuratiert von Axel Köhne.

#MonicaBonvicini