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Kunstvermittlung

Kunstvermittlung


Blickle Kino Programm

Das Blickle Kino im Belvedere 21 macht es sich zur zentralen Aufgabe, den öffentlichen Diskurs zwischen Film und Kino, Kunst und Wissenschaft zu fördern. Es engagiert sich in den Debatten um Geschichte und Zukunft der bewegten Bilder im Kontext der Bild- und Medienkultur des 21. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seiner Partnerin, der Ursula Blickle Stiftung, verfolgt das Blickle Kino das Ziel, zeitgenössische Film- und Videoarbeiten in einen film- und zugleich auch kunsthistorischen Kontext einzubinden und damit Querverbindungen und historische Linien aufzuzeigen.


Blickle Archive Series
Mit dieser Reihe an Einzelpräsentationen und Kompilationen werden Neuzugänge wie Bestände des Ursula Blickle Video Archivs vorgestellt, das zurzeit an die 2.800 Werke umfasst. Die Künstler/innen sind bei den Screenings anwesend, sprechen über ihre Arbeit und beantworten Ihre Fragen.


Exhibition Series
Begleitend zum aktuellen Ausstellungsprogramm des 21er Haus präsentiert das Blickle Kino in dieser Serie Film- und Videoarbeiten von Künstler/innen, Dokumentationen über Künstler/innen und Kunstbetrieb, und Filmprogramme, die von den Kuratoren des Hauses oder von Gästen kuratiert werden.
 


18.30 - 20.00
SCREENING

FOKUS ARCHITEKTUR / IN KOOPERATION MIT SIMMERING WORKS

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: EUR 3
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Arbeiter verlassen die Fabrik
Harun Farocki, DE 1995, 36 Min., Farbe und schwarz-weiß, dt. OF
Die erste Kamera in der Geschichte des Films war auf eine Fabrik gerichtet, aber hundert Jahre später lässt sich sagen, dass die Fabrik den Film kaum angezogen, sondern eher abgestoßen hat. Der Arbeits- oder Arbeiterfilm ist kein Hauptgenre geworden, der Platz vor der Fabrik ist ein Nebenschauplatz geblieben. Das Werkstor formiert die von der Arbeitsordnung vergleichzeitigten Arbeiterinnen und Arbeiter, die Kompression erzeugt das Bild einer Arbeiterschaft. (Harun Farocki)
 
Filmrolle Eine Einstellung zur Arbeit
Zu sehen sind die Ergebnisse von 15 Workshops, die von 2011 bis 2014 abgehalten wurden und an denen Filmemacher_innen aus 15 Städten – von Hangzhou über Łódź bis Mexico City – teilnahmen. Die in Zusammenarbeit mit Harun Farocki und Antje Ehmann entstandenen Filme folgen strengen Vorgaben: Sie dürfen nicht länger als zwei Minuten sein, keinen Schnitt enthalten, und sie müssen das Thema Arbeit behandeln. Über die Produktionsorte informieren die Piktogramme von Alice Creischer und Andreas Siekmann. (HKW Berlin)
Im Anschluss Kuratorinnengespräch mit Antje Ehmann (Kuratorin und Filmemacherin).
 
Auf amol a Streik
Ruth Beckermann, Josef Aichholzer, AT 1978, 24 Min., dt. OF
Semperit Traiskirchen, 17. 4. bis 11. 5. 1978: In der Reifenfabrik findet der erste mehr als dreiwöchige Streik in Österreich seit Kriegsende statt. Mit Interviews, Fotos, Grafiken und einer Gesprächsrunde mit Streikenden zeigt der Film den Verlauf des Streiks. Er gibt Einblick in die Haltung der Gewerkschaft – zwischen Nähe zu den Beschäftigten und Verpflichtungen gegenüber den Unternehmern.
 
 
In Kooperation mit Simmering Works, einem Projekt im Rahmen des Shift-III-Programms der Stadt Wien, kuratiert von Karoline Mayer und Marlene Rutzendorfer.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video
18.30 - 21.00
SCREENING

FOKUS ARCHITEKTUR: Karl Schwanzer

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: EUR 3
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Unter dem Pflaster, der Strand (Sous les pavés, la plage / Under the Pavement, the Beach)
Sasha Pirker, AT 2011, 5 Min., ohne Dialog

Sasha Pirker erzählt mit ihrem Film eine kurze Geschichte des Belvedere 21 (damals 21er Haus). Ein Moment wird filmisch festgehalten, Fragmente von Materialität werden in einer einzigen Einstellung sichtbar. Der Augenblick wird nach und nach eindeutig, wird so in die Geschichte des Hauses eingeschrieben. Er thematisiert Vergangenheit und Zukunft. Der Film zelebriert diesen einen Moment – mit Licht und Ton. Das Licht gibt den Blick frei für mögliche Assoziationen und für das Wesen von Film an sich. (Sasha Pirker)
 
Rollerball
Norman Jewison, US 1975, 125 Min., OFmdU
Regie: Norman Jewison, Kamera: Douglas Slocombe, Schnitt: Antony Gibbs, Art Director: Robert Laing
Mit James Caan, John Houseman, Maud Adams, John Beck u. a.

Rollerball spielt in einer postapokalyptischen Gesellschaft, aus der Armut, Seuchen und Rassismus eliminiert wurden. Megakonzerne und deren Gesellschafter_innen, die scheinbar nur zum Wohl der Gemeinschaft handeln, verwalten die Nation gemeinsam mit dem Supercomputer „Zero“. Um den Hunger der Massen nach realem Krieg zu stillen, wurde „Rollerball“ erfunden, eine an antike Gladiatorenkämpfe gemahnende Mischung aus Rollerskating und Wrestling.
Der Kultstatus des Films in Architekturkreisen ergibt sich durch die aufwendig gedrehten Außenaufnahmen: Die allgemeine „Energieverwaltung“ ist tatsächlich die Zentrale von BMW in München, geplant von Karl Schwanzer, während das alte BMW-Museum als Vorlage für das ovale Bibliotheksgebäude im Film diente.
 
Im Anschluss Gespräch mit Sasha Pirker und Gastkuratorin Lotte Schreiber.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video
18.30 - 20.30
SCREENING

Blickle Archive Series #37: Fanni Futterknecht

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: EUR 3
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Raphael, IT 2011, 3:24 Min.
Blues, IT 2008, 4:25 Min.
An Object with a Sharp Beginning, AT 2014, 29 Min.
We will not let you go, AT 2018, Performance-Exzerpte
Across the White, AT 2015, 26 Min.
u.a.
Alle Arbeiten in engl. OF
 
Fanni Futterknechts künstlerische Praxis verbindet Performance und Video. Futterknecht inszeniert tableauartige Situationen und performative Bildelemente zwischen Skulptur und Design, die gleichberechtigt mit den Akteur_innen die Bühne beherrschen. Theatralik und Spiel bestimmen die Sprache, derer sich die Künstlerin bedient, um kunstimmanente Themen durchzudeklinieren. In An Object with a Sharp Beginning wie auch in Across the White sind die Figuren verfremdet und die Darsteller_innen maskiert, denn es geht um kulturell codierte Verhaltensformen und Ästhetizismen, die buchstäblich „ausgestellt“ werden: „Akteure und Requisiten bespielen gleichwertig eine Ebene, eine weiße Fläche, einen weißen Raum, beleben ein Weiß, das Unterschiede neutralisiert“ (Andreas Spiegl). In ihren neuesten performativen Arbeiten untersucht Futterknecht das Individuum im Zusammenhang mit der Gruppe. Sie thematisiert Gemeinsamkeit, Isolation, Wertsysteme und Machtstrukturen mit minimalistischen Handlungen und Texthinweisen und macht sie dadurch sichtbar und veränderbar.
 
Im Anschluss Gespräch mit Fanni Futterknecht.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video