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18.30 - 20.30
Blickle Archive Series #32

Karl-Heinz Klopf, Teil II

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
„Im Zentrum meines Interesses steht die gebaute Umwelt, wie ich sie erfahre,“ sagt Karl-Heinz Klopf über seine filmischen Arbeiten. Mal sind es die Stufenformationen in einem Stadtteil Istanbuls, mal das Haus eines indonesischen Architekten in einem Vorort von Jakarta, das ihn fasziniert. Dabei tastet er sich von Grund auf durch ein Bauwerk vor und schafft dafür eine filmisch-strukturelle Entsprechung, einer Denkbewegung gleich. Im ersten Programm, das am 18. Jänner 2019 gezeigt wurde, stand die planerische Arbeit der Architekt_innen und ihrer Büros im Fokus bevor in Tower House die 360-Grad-Kameraschwenks das 1966 in Tokio erbaute, gleichnamige Haus zu erfassen versuchte.
Das zweite Programm am 25. Jänner 2019 gipfelt in Klopfs neuester Arbeit Testa, einer audio-visuell überraschenden wie überwältigenden Studie über die Argentinische Nationalbibliothek und deren bewegte Geschichte.
 
Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Gespräch mit dem Künstler.
 
Programm
TESVIKIYE, AT/TUR 2004, 5:20 Min.
A TROPICAL HOUSE, AT/IDN 2015, 51 Min.
TESTA, AT/ARG 2018, 18 Min.

Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video
18.30 - 20.00
SCREENING

Knittelfeld – Stadt ohne Geschichte, Gerhard Benedikt Friedl | Zechmeister, Angela Summereder

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: EUR 3
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Gastkuratiert von Alejandro Bachmann, freier Filmkurator und Publizist.
 
In Zechmeister wird ein Dorf auf der Suche nach Hinweisen auf einen Mord von zwei Kommissaren auf den Kopf gestellt, um den unnatürlichen Tod des Anton Zechmeister im Innviertel im Jahre 1948 aufzuklären. Schnell ist man sich einig, die Frau müsse es gewesen sein, mit Gift habe sie ihn getötet. Summereder lässt 1981 sowohl die lebenslänglich Verurteilte zu Wort kommen, setzt diverse Beweise, Schriftstücke, Gesprächsprotokolle ins Bild und rekonstruiert den Fall, genauer den Versuch einer Urteilsfindung durch ein ausschließlich von Männern besetztes Schwurgericht, als überzeichnet-verfremdete Inszenierung. Das Aufrollen des Falls macht die Engmaschigkeit der dörflichen Gemeinschaft sichtbar, verlängert die Geschichte aber auch in die Vergangenheit hinein und erzählt vom Verbleiben der Kriegserfahrung in Mensch und Landschaft.
 
Solchen Spuren geht auch Gerhard Benedikt Friedl in Knittelfeld – Stadt ohne Geschichte nach, hinterlassen von der Familie Pritz, deren Genealogie der Film im Ton nacherzählt: von Spielschulden, die zum Mord führen, von Schießübungen, die eine Fahrradfahrerin treffen, von einem Vater, der das schreiende Kind zu Tode prügelt, von gestohlenem Werkzeug und einer Überdosis Heroin. Diesen Katalog desaströser Ereignisse unterlegt Friedl mit ruhigen Totalen und langen Panoramaschwenks der Kleinstadt, in der nichts davon sichtbar scheint. Oder um mit Bert Rebhandl zu sprechen: „Die tatsächlichen Tatbestände und die öffentliche Meinung darüber beginnen sich zu überlagern, faktische Wahrheit und deren Gehalt fallen auseinander […].“
(Alejandro Bachmann)
 
Programm:
Knittelfeld – Stadt ohne Geschichte, Gerhard Benedikt Friedl, AT 1997, 34 Min., OmeU
Zechmeister, Angela Summereder, AT 1981, 80 Min., OF
 
Das Screening ist Teil des Filmprogramms im Blickle Kino, das die Verschobene Heimat – so auch ein Bildtitel Attersees – in den Blick nimmt. Was bedingt eine Verschiebung des Heimatbegriffs? Was entsteht im „Off“, anderswo, und was bleibt an der Leerstelle zurück? Kürzere und längere Formate quer durch alle Genres bieten von Februar bis Mai Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken.

Weitere Termine: Freitag, 1. März, Mittwoch, 27. März, Freitag, 12. April, und Mittwoch, 8. Mai, 18.30 Uhr
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video
18.30 - 20.00
BLICKLE ARCHIVE SERIES #34

Nicolas Jasmin

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Filme sind aus unserem kollektiven Bildgedächtnis kaum mehr wegzudenken: Szenen, Gesichter, Gesten und nicht zuletzt Titel haben sich unweigerlich darin eingeschrieben. Von 1996–2006 widmete sich Nicolas Jasmin unter dem Pseudonym N.I.C.J.O.B. diesem Reservoir an Bildern. In seinen Arbeiten spitzt der Künstler mittels Sampling, Playback, Loop und Rhythmisierung einzelne Spielfilmszenen so zu, dass das ursprüngliche narrative Gefüge zerbricht. So legt er subliminale filmische Strukturen frei, während der neu zusammengesetzte Ton vom Herstell-prozess der Videos erzählt. Mit diesen Werken war der Künstler in zahlreichen Ausstellungen vertreten bevor er sich 2011 wieder der Malerei zuwandte.
 
Programm:
„ * O ... + ! “ (Patrick) 1999, 1 Min. (Loop)
Amant, Aimant 2000, 1:27 Min.
TRIO 2001, 3:54 Min.
Breaker 2002, 2 Min.
DAS BAD 2001, 5:29 Min.
REBEL BELL 2002–04, 2:36 Min.
The Fan 2004–05, 2:14 Min.
All Visible Objects 2009, 1 Min.
U. v. a.
 
Dieses Screening findet in Verbindung mit der Ausstellung Nicolas Jasmin Und Andere Arbeiten statt, die von 18. Jänner bis 22. April 2019 im Belvedere 21 zu sehen ist. Am 26. April wird in diesem Rahmen auch die Veranstaltung Carte blanche an Nicolas Jasmin im Blickle Kino gezeigt.

#NicolasJasmin
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video
18.30 - 19.30
SCREENING

Carte Blanche an Nicolas Jasmin

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 5
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 5
Studenten (19-27 J.): EUR 3.5
Im Rahmen einer „Carte Blanche“ wählt Nicolas Jasmin das Filmprogramm für einen Abend im Blickle Kino aus. Sein Umgang mit der Aneignung von existierendem Filmmaterial liegt dieser Auswahl zu Grunde. Jasmins Mikroanalysen von Szenen und Sequenzen werden in ein großes Ganzes zurückgeführt.

#NicolasJasmin
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Film & Video