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GEMEINSAME WAGNISSE

Eine Veranstaltungsreihe zur Relevanz von 1968 in der Gegenwart


1968 steht für Aufbruch, Revolte und Befreiung, für eine bewegte Periode weltweiten Protests, für die Demontage autoritärer Strukturen und für alternative Gesellschaftsentwürfe. Die Veranstaltungsreihe Gemeinsame Wagnisse fragt an sieben Wochenenden zwischen Mai und Dezember danach, wie es heute um die gesellschaftspolitischen Errungenschaften und Forderungen der 68er-Bewegungen bestellt ist. Teilnahme bei freiem Eintritt.

Reinventing Utopian Thinking

19. September und 21. bis 23. September 2018


Eine andere, eine gerechtere, gleichere, bessere Welt für möglich zu halten und zu fordern verband die 68er-Bewegungen über Länder und Kontinente hinweg. Wie steht es um die Utopie nach dem Scheitern der großen Utopien des 20. Jahrhunderts? Und bedeutet dieses Scheitern überhaupt den gänzlichen Verlust utopischen Denkens? Der Ökonom und Sozialreformer Otto Neurath schrieb, dass man erst dann voll das Wirkliche erkenne, wenn man auch das Mögliche überschaue. Entgegen der Rede vom postutopischen Zeitalter versucht der Schwerpunkt Reinventing Utopian Thinking im Sinne Neuraths, Horizonte des Gegenwärtigen in Form alternativer Gesellschafts- und Politikentwürfe in den Blick zu nehmen.

Barbara Blaha (Autorin, Leiterin Politkongress Momentum, Wien)
Christoph Draeger (Künstler, Wien/Umeå)
Gerti Drassl (Schauspielerin, Wien)
Ben G. Fodor (Künstler, Wien)
Dorothee Frank (Ö1, Kunstradio, Wien)
Ulrike Guérot (Politikwissenschaftlerin, Donau-Universität Krems)
Dominik Kamalzadeh (Filmkritiker, Publizist, Wien)
Oliver Marchart (politischer Theoretiker, Autor, Universität Wien)
Elke Rauth (urbanize! Festival, dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, Wien)
Petra Schaper Rinkel (Politikwissenschaftlerin, Austrian Institute of Technology, Wien)
Sillyconductor (Soundkünstler, Bukarest)
Claudia Slanar (Kuratorin Blickle Kino und Videoarchiv, Belvedere, Wien)
Klaus Webhofer (Journalist, Ö1, angefragt)
Luisa Ziaja (Kuratorin, Belvedere, Wien)
sowie Filmen von Pere Portabella (Filmemacher, Barcelona)


Mi, 19. September 2018, 19 bis 22 Uhr



Filmvorführung

Pere Portabella, General Report on Some Interesting Questions for a Public Screening (Informe general sobre algunas cuestiones de interés para una proyección pública), ES 1976, 154 Min., OF (Spanisch, Katalanisch, Baskisch) mit engl. UT

Regie: Pere Portabella, Drehbuch: Pere Portabella, Carles Santos, Octavia Pellisa, Kamera: Manel Esteban, Musik: Carles Santos, Ton: Alberto Escobedo, Pere Joan Ventura, Javier Celayuandi, Produktion: Films 59

Einführung
Dominik Kamalzadeh (Filmkritiker, Publizist, Wien)

General Report on Some Interesting Questions for a Public Screening


Fr, 21. September 2018, 19 bis 21 Uhr


Performance

Was Utopie ist. Elektro-philosophische Odyssee

Eine künstlerische Evaluierung utopischen Denkens als „Lokomotive der Geschichte“; inszeniert von Ben G. Fodor und Dorothee Frank auf den Wellen der pulsierenden, charismatischen Sounds des Bukarester Klangbastlers Sillyconductor.

Mit Gerti Drassl (Schauspielerin, Wien), Ben G. Fodor (Künstler, Wien), Petra Schaper Rinkel (Politikwissenschaftlerin, Innovationsforscherin am AIT Austrian Institute of Technology, Wien), Sillyconductor (Soundkünstler, Bukarest), Luisa Ziaja (Kuratorin)

Was Utopie ist. Elektro-philosophische Odyssee


Sa, 22. September 2018, 14 bis 21 Uhr


Begrüßung und Einführung
Luisa Ziaja und Claudia Slanar

14.30-15.30 Filmvorführung
Christoph Draeger / Heidrun Holzfeind, The Auroville Archives, A/CH 2017, 12 Min., What is Auroville? A/CH 2017, 50 Min., jeweils Englisch, Französisch, Deutsch mit engl. UT

15.30-16.00 Vortrag
Elke Rauth, DemocraCity. Die radikal demokratische Stadt als konkrete Utopie

16.00-16.45 Gespräch
mit Christoph Draeger und Elke Rauth moderiert von Claudia Slanar

17.30-18.30 Vortrag
Oliver Marchart, Zeitschleifen. Zu Pre-enactments und realen Utopien
moderiert von Luisa Ziaja

19.00-21.00 Vorträge
Barbara Blaha, Utopie und Macht
und
Ulrike Guérot, Mehr europäische Demokratie wagen: Warum Europa eine Republik werden muss!
Im Anschluss Gespräch moderiert von Klaus Webhofer (angefragt)


Christoph Draeger / Heidrun Holzfeind
Elke Rauth
Oliver Marchart
Barbara Blaha
Ulrike Guérot


So, 23. September 2018, 15 bis 18 Uhr


Filmvorführung

Pere Portabella, General Report II. The new abduction of Europe (Informe General II. El Nuevo Rapto de Europa), ES 2015, 126 Min, OF (Spanisch, Katalanisch, Baskisch) mit engl. UT

Regie: Pere Portabella, Regieassistent: Jordí Vidal Amorós, Kamera: Elisabeth Prandí, Schnitt: Òskar Gómez, Ton: Albert Manera
Produktion: Films 59

Mit Jesús Carrillo, Zdenka Badovinac, Ada Colau, Itziar González Virós, Marina Garcés, Yaiza Hernández, Paul B. Preciado, Manuel Borja-Villel, Antonio Negri, Muriel Casals, Quim Arrufat, David Fernández, Isabel Vallet, Ferran Civit u.v.a.

General Report II. The new abduction of Europe



In Kooperation mit Ö1, Kunstradio und Rumänisches Kulturinstitut Wien